Tagebuch 01-2011


1.1.2011: Aufgrund des gestrigen Silvesterabends ist euer krampiger Berichterstatter heute ein bisschen lädiert. Deswegen überlässt er die Ehre des 1. Tagebuch-Eintrags im Jahr 2011 dem Gastautor Nasrüddin Oileye:

ROLF UND DEM 7 TUSSEN
Da war ma eim Chef in Weinkellern, dem hat siebn Tussn gehabt dem ham da gearbeitet.
Dem hat ma zu dem siebn Tussn gesagt: "Hier, isch geh ma Bäcker. Isch schließ dem Kellern ma ab, weil sonst kommt dem böse Rolf un will Kohle abrippen. Weisstu, dem hat so krass rauhe Stimme un schwarse Schlappen. Lass dem net rein! Dem is Arschnloch!"
Als dem Chef bei Bäcker war, hat so eim Pennern an Tur gekickt: "Hier, lass misch ma rein, Alder! Isch brauch ma swei Flaschem, isch schwör!"
Dem Tussn ham gesagt: "Alder, du hast schwarse Schlappen un rauhe Stimme wie Rolf! Du bist dem!!"
"Scheißndreck!!", hat dem Rolf gesagt un is Burogeschäft gefahrt un hat Kreide besorgt un dem voll krass ekelhaft gefressen bis dem konkrete Weibernstimme gahabt hat un dann sich noch weisse Tusschlappen von dem Tuss, dem dem selbern gehabt hat geholt un is widern in Kellern: "Hier, lass misch ma rein, Alder!"
Dem Tussn ham gedacht, dem is dem net un ham dem reingelasst. Brutalst schnell hat dem Rolf bei Tussn perverseste Propellerkicks in Fresse rein gemacht, un wollt dem Kohle abrippen un dem siebn als Geiseln nehmen. Abern da kam Chef un hat dem Rolf bis in nächste Weinfass gekickt! Dann hat dem dem Rolf rausgeschmeisst. Weil dem Rolf voll krass voll war, hatte dem voll Nachdurst un wollt Wasshern saufen abern dem hat sich gedacht: "Alder, was rumpelt un bumpelt so in scheissndreck Bauch? Alder, isch kotz gleisch!"
Dem hat dem dann auch gemacht.
Arschnloch!!

3.1.2011: Ist sie nicht toll? http://www.youtube.com/watch?v=iUzZr5pZ7Pw

7.1.2001: Sehr oft wird die durchschnittliche WupperKrampe gefragt, wie eigentlich eine typische Orchesterprobe bei unserer Band abläuft: Ob da auch Groupies dabei sind, die uns in der Pause Nüsslein reichen. Ob es ein von Sponsoren gelöhntes Catering gibt. Ob wir auch immer schön demokratisch entscheiden, welche neuen Songs wir ins Repertoire aufnehmen oder ob der Großtyrann (Herr Rotter) im Elfenbeinturm entscheidet, mit welchen Melodien und Gesängen wir das Publikum demnächst entzücken.

Was soll man sagen? So ’ne Probe ist das Normalste von der Welt: Je nach Vermögenslage reist die Krampe mit der Schwebebahn (Herr Abé, Herr Hahn) an oder kommt zu Fuß (Herr Striebe, Herr Rotter). Andere, die den Lappen noch haben (Herr Blank, Herr Freund-König), kommen mit dem eigenen Wagen. Die Situation ist locker und entspannt: Während die anwesenden Krampen auf Herrn Freund-König warten, der für einen Großteil unserer unterprivilegierten Mitbürger die Sozialhilfe verdienen muss, trinkt Herr Hahn, wie immer, ein Fläschchen Wasser.

Während Herr Rotter im Bandleader’s Office einer hier nicht näher beschriebenen, doch papierenen und deswegen kulturell wertvollen Tätigkeit nachgeht, bemühen Herr Striebe und Herr Abé sich, einander wechselseitig auf den Arm zu nehmen, wobei mal der eine und mal der andere Herrn Hahn als Lacher auf seiner Seite hat. Herr Blank, ein seriöser Mensch und jedem kindischem Getue völlig abhold, schrammelt derweil auf einer der vielen Gitarren, die im Probenraum überall für den Fall verteilt sind, dass einer Krampe die Akkorde einfallen, die einen Millionenhit ausmachen. Alle Krampen wissen: Die besten Millionenhits kommen mit nur drei Akkorden aus. Die Frage ist nur: Welche?

Wenn Herr Freund-König, ein gestandener Nichtraucher, im Probenraum eintrifft, pafft er erst mal einen Zigarillo. Dann öffnen auch die anderen Krampen (Ausnahme: Herr Blank) ein Fläschken Wasser und ölen ihre Kiemen, damit der Gesang besser rüberkommt. Dann wird geulkt und gescherzt, wie es bei Musikanten und Tagedieben üblich ist, bis irgendjemand allen Anwesenden mit der Frage „Womwer getz ma wat machen?“ die Stimmung vermiest.

Dann gehen alle Krampen auf die Bühne. Herr Rotter schaltet am Mischpult rum, damit wir uns gegenseitig durch die Mikros anschreien können. Alle Musikanten stimmen ihre Tröten und Saiteninstrumente und lästern über die gottverdammte Scheißakustik, die letzte Woche, letzten Monat oder letztes Jahr viiieeel besser war. Dann schrammeln wir ein paar alte Nummern, von denen manche, weil wir sie lange nicht mehr gespielt haben, furchtbar in die Hose gehen, obwohl sie nur aus drei Akkorden bestehen. Hin und wieder nehmen wir uns auch ein neues Stück mit zwölf Akkorden vor, an das nur wir uns ranwagen, weil wir mutiger sind als andere Bands. Das geht dann komischerweise so gut, dass wir es selbst nicht fassen können. Spielen wir es zwei Wochen später öffentlich, geht es in die Hose.

Zwis
chendurch gehen sich die Krampen auch schon mal auf der Bühne gegenseitig an die Kitsche, z.B. wenn sich außer Herrn Hahn kein Schwanz mehr daran erinnert, dass man eine Woche zuvor beschlossen hat, dieses oder jenes nicht so oder so zu spielen, sondern so oder so. Dann gibt es immer lautes Geschrei, an dem alle schuld sind, nur nicht Herr Hahn, der sich immer souverän und ruhig verhält. Zwischendurch machen die Krampen auch mal Pause, damit die Drogensüchtigen (Herr Striebe, Herr Rotter, Herr Freund-König) zu ihrem Recht kommen. Der spießbürgerliche Teil der Krampen (Herr Abé, Herr Hahn) nutzt diese Pausenzeit zum Philosophieren oder zum Musizieren (Herr Blank), wobei sie auch schon mal eine zweite Flasche Wasser verschnabulieren (Ausnahme wieder mal: Herr Blank).

Dann geht’s in die nächste Runde. Irgendwann am Abend wirft Herr Rotter dann seine fucking Trommelstöckskes hin und schluchzt, dass er nicht länger ohne seine Monika sein kann; dass er uns jetzt leider verlassen muss, und dass wir, wenn wir unbedingt wollen, unseren Scheiß auch allein machen können.

Ja, so verläuft der typische WupperKrampen-Probenabend. Das ist alles nix Besonderes, aber es ist immer wieder schön, und ich möchte keinen einzigen missen!
 
22.1.2011: Bevor der Tag zu Ende geht...
Betreff: Es gibt ein Leben nach dem Tod
Ein Typ geht zu einer Wahrsagerin, um Kontakt mit seinem Verstorbenen Vater aufzunehmen.
Nach einigem Hin und Her klappt es auch nun endlich mit der Verbindung. Der Vater spricht, durch die Wahrsagerin, mit seinem Sohn. Der Sohn fragt: 'Na, wie geht's dir?'
Der Vater antwortet: 'Mir geht es bestens. Ich stehe morgens so um 9 Uhr auf und bumse ein Stündchen, dann esse ich was zum Frühstück und bumse danach noch drei Stunden. Dann gibt's Mittag. Danach bumse ich 2 Stunden, mach ein kleines Schläfchen und bums noch eine Stunde. Dann gibt's einen kleinen Nachmittagssnack, und danach wird 2 Stunden gebumst. Dann gibt's Abendbrot und dann bums ich weitere 2 Stunden und geh ins Bett.
Der Sohn ungläubig: 'Vater, bist du im Himmel???'
Der Vater: 'Nein, mein Sohn. Ich bin jetzt ein Kaninchen in Australien.'
 
24.1.2011: Wochenlang greinte unser SuperFän Ötte vam Olberch uns die Ohren voll: Äh, hömma, eure neue Internet-Adresse kann sich ja kein Ferken merken.  www.WupperKrampen.de war viel einfacher; die kennt sogar meine Tante Matta auswendich, etc. pp. Ach, nä, wär dat doch schön, wenn ihr wieder die alte Adresse hättet! Die neue Adresse is ja sooo lang und umständlich! Neulich war ich auf den Azoren in 'nem Internetz-Kaffee, da hätt ich gern mal geguckt, watti Krampen im Tal so treiben, woll, aboh dä neue Name is mich nich eingefallen!"

Ja, ja, dachten wir bei unserer täglichen 8-Uhr-Konferenz im Palais Schaumburg. Irgendwie hat der gute Ötte ja Recht! Wieso versuchen wir nicht mal, die neue Seite auf die alte Adresse zu beamen? Haben wir nicht einen Science Fiction-Autor unter uns? Die kennen sich doch mit Beamen aus. "Beam uns hoch, Scotty!" Und so weiter!

Nun, den Gedanken ließen wir schnell fallen, da Herr Hahn bekanntlich schon Probleme hat, die richtigen Batterien für seine Elektrogitarren rauszusuchen. Sicherer erschien es uns, jemanden aufzutreiben, der sich mit Computerkram auskennt. Wir fanden diesen Jemand in dem jungen Herrn Schwab von der Oldie-Band Just4Fun, mit der wir uns den Schlagzeuger teilen: Herr Schwab ist wortkarg, aber gutmütig, er macht das beste Mousse Chocolat in dieser Galaxis und liebt die Herausforderung.

Dass unser Ansinnen eine echte Herausforderung war, zeigte sich bald: Zwar gelang es Herrn Schwab nach schweißtreibenden Stunden, unsere neue Seite zur alten Adresse zu beamen, bloß funktionierte danach der "Baukasten" nicht mehr, mit dem wir unsere Homepage aktualisieren, und das Gästebuch war auch im Eimer. (Herr Hahn war natürlich der Einzige, der wusste, dass es so kommen wird, aber auf ihn hört ja keiner).

Schließlich kam ihm die Idee des Jahrhunderts, die leider zu kompliziert ist, um sie mal eben in drei Zeilen hier hin zu schreiben. Sie hat aber damit zu tun, dass man auch ein Telefon so programmieren kann, dass es einen Anrufer zu einer anderen Nummer umleitet.
Herr Hahn meinte also zu Herrn Rotter, dem Computergenius  der Krampen: "Ey, hömma..."
"Dat war ich nich", sagte Herr Rotter fix, weil er das immer sagt, wenn er sich unter Verdacht wähnt.
Trotzdem gelang es Herrn Hahn, seinen genialen Plan vorzutragen.
"Mal sehen", sagte Herr Rotter. "Mich dünkt, dass dieser Plan nicht gänzlich undurchführbar ist." Er hat dann schnell bewiesen, dass man ihn auch umsetzen kann!

Mit dem Ergebnis, dass ihr nun alle wieder unsere alte Homepage-Adresse eingeben könnt - www.WupperKrampen.de - und trotzdem auf der neuen Seite landet! Is dat nich toff? Probiert es gleich mal aus!

26.1.2011: Der wackere Herr Hahn hat mal wieder einen Schwank aus seiner Jugend für die unterstützenswerte UNTERBARMEN-Seite verfasst: Wer gleich rüberklicken will, klicke hier: http://unterbarmen.im-wuppertal.de/unterbarmer_Hahn3Eiswerk.html

27.1.2001: Abt. Bildung ist alles meldet: Heute ist der Geburtstag von Kaiser Wilhelm II. (geb. am 27. Januar 1859).

30.1.2001: Der Lordnotenbewahrer gibt bekannt: Gestriges Konzert im Bistro Pirat trotz Behinderung durch politische Pappnasen sowie an krampistischen Auftrittsterminen uninteressierten Bullizisten ohne Peinlichkeiten flink & flott absolviert. Es kam auch Besuch aus der großen Welt: Helmut us Kölle und Harald aus Essen hatten sich auf Schleichwegen bis zur Farbmühle durchgeschlagen! Ihnen sprechen wir hiermit ein öffentliches Lob aus. 
Ein Teil der Krampen-Freunde konnte leider nicht anreisen, da sie an einer von Ilona und Volker veranstalteten Feier teilnahmen, bei der es vermutlich Freibier gab. Dennoch kreuzte das Publikum in Scharen im Pirat auf und hatte sein Spässken; allen Anschein bei dem einen oder anderen Piratenlied sowie einer Einlage des legendären Hans Albers, den wir für diesen Gig extra ausgraben mussten. 
Gunnar Kohleick war als rasender Reporter zugegen und hat, wie gut informierte Kreise spekulieren (wissen tun die natürlich auch nix), Fotos für seine Ongerbarmen-Seite gemacht.
Und bevor der Monat endet und wir wieder das Wichtigste vergessen: Die WupperKrampen gratulieren Ilona und Volker ganz herzlich und wünschen ihnen das Allerbeste auf ihrem gemeinsamen künftigen Lebensweg.

Und uns selbst wünschen wir, dass die beiden sich mal wieder sehen lassen.
P.S. Der Lordnotenbewahrer trägt nach: Dieser Gunnar ist ein Teufelskerl! Seine Fotos stehen längst im Netz! Hier dat Link: http://unterbarmen.im-wuppertal.de/index.html 
Wenn du dort angekommen bist, kuckst du links unten, Alter, und klickst auf die "Kom van dat Dak af"-Männekes!

31.1.2011: "Und überhaupt ist heute wieder alles klaaaaar - auf der Andrea Doria!"
Besondere Freude empfindet der Tagebuchschreiber, wenn jömmes ihm die Arbeit abnimmt oder sein Geschreibsel zu ergänzen hat! Diesmal hat der Plattkaller Günter van Ongerbarmen wat zu ergänzen: Auf seiner Hohmpäätsch steht 'n humoristisches Aufsätzken zum Auftritt der Krampen am 29.1. im Bistro Pirat! Wer nicht lange söken will, klickt auf folgenden Link (heißt dat eigentlich  oder dat Link?): http://unterbarmen.forumprofi.de/index.php?topic=26.0
P.S. Bitte weitersagen: Heute Nacht um 0.01 Uhr fängt ein neuer Monat an.