Tagebuch 05-2011


2.5.2011: Heute Morgen traf ich bei der quartalsmäßigen Inspektion unseres Geldspeichers Nr. 8 Gattin Karin an der Tausend-Euro-Schein-Zählmaschine und schaute ihr ein halbes Stündchen beim Banknotenstapeln zu. Als ich mich davon machen wollte, um ein Weilchen für die heutige Orchesterpobe vorzuüben, meinte sie: "Samma, auf eurer Homepage stehen so komische Sachen. Kannzema sagen, watti zu bedeuten haben?"
Darauf ich: "Komische Sachen? Was meint Ihr, Hohe Frau?"
Darauf sie: "Pix From the Past! - Wat hattat zu bedeuten?"
Darauf wieder ich: "Bilder aus der Vergangenheit."
Nun wieder sie: "Warum schreipse dattenn nich da hin? Pix From the Past versteht doch keine [ZENSIERT]!"
Jetzt ich wieder: "Dat passt rein platzmäßig nicht in die Zeile!!!!"
Darauf sie wieder: "Dann lass dir wat anderes einfallen."
Nun ich: [DENK DENK DENK etc.]: "Ja, schon gemacht!"
Die Abteilung PIX FROM THE PAST heißt ab sofort OLLE BILDER.
P.S.
Außerdem erlaube ich mir, den US-Streitkräften für ihren heutigen Erfolg in Pakistan herzliche Glückwünsche zu übermitteln. Tante Edie, Onkel Paul und Bud freuen sich bestimmt auch!

14.5.2011: Das Zentralkomitee der Krampisten weist dringend darauf hin, dass wir keinen Einfluss auf die Werbung haben, die anonyme Mächte auf unseren Seiten schalten - und zwar, weil wir gerade gesehen haben, dass auf unserer GÄSTEBUCH-Seite jemand dazu auffordert, zum Islam zu konvertieren. Die Krampen raten davon ab! Außerdem distanzieren sie sich heftigst von allen Schwafelköpfen, denen der Erzengel Gabriel oder Der Heilige Jupp aus dem Sauerland erschienen ist, um ihm zu verkünden, er soll dem Rest der Menschheit mit einer neuen Heilslehre auf den Keks gehen.
Diesen Herrschaften raten wir: Sucht euch euren Nachwuchs anderswo, am Besten in der Wüste!

15.5.2011:
Boah, ey, gestern haben die Krampen in Entenhausen gespielt, gleich neben Dagobert Ducks berühmtem Geldspeicher Nr. 5! Quak!
Ist natürlich gelogen. Tatsache ist, wir hatten das Vergnügen, in einem Ort namens Elfringhausen auf der Bühne zu stehen, umgeben von tausend Feuerwehrleuten und ihren Bräuten, die auch aus aller anderen Herren Städte -- Witten, Essen, etc. -- eingeflogen waren, um ihr traditionelles Sommerfest zu feiern.
Tatsächlich gibt es für Musikanten kaum etwas Schöneres als mitten im Schoße von Mutter Natur in dem Wissen lärmen zu dürfen, dass man niemanden stört, denn: Alle Menschen, die man theoretisch stören könnte, sind nämlich auf dem gleichen Fest anwesend. Außerdem kennt der Musikant meines Alters, zumal er ja auch schon mal ein Glas Wasser trinkt, kein schöneres Gefühl als von Scharen von Rettungsassistenten umgeben zu sein, die ihn im Notfall (elektrischer Schlag, Sturz von der Bühne oder so) geschwind ins Leben zurückholen können. Wenn nicht, wissen sie zumindest, auf welchen Schleichwegen man am schnellsten zum nächsten Krankenhaus kommt.
Anbei unter dem Titel 
Elfringhausen 2011 eine neue Bildergalerie, die zeigt, dass das Herz des deutschen Feuerwehrmannes auch heftig für die christliche Seefahrt schlägt: Bei unserem Smash-Hit "Aloha heja" geriet der jugendliche Teil der Elfringhausener "Fire Brigade" schier aus dem Häuschen und machte spontan den Versuch, nach Sansibar zu rudern.

16.5.2011: Wie gut unterrichtete Kreise munkeln, überlegt der Logistikausschuss der WupperKrampen derzeit, ob wir unsere Hompage um die Rubrik Ehrenkrampen erweitern wollen. Dort sollen all jene Fänz mit Bild und Lebenslauf gewürdigt werden, die das Dasein der Krampen durch pausenloses Erscheinen auf  Krampen-Konzerten wirtschaftlich fördern. Entschieden ist aber noch nichts: Während eine Fraktion des Komitees der Meinung ist, Krampen-Fänz wie Donald Trump würden sich bestimmt freuen, wenn man sie aus dem Dunkel der Anonymität zöge, um sie der Großen Welt und Tante Edie vorzustellen, meinen andere, es sei für die Gesundheit der Band vielleicht vorteilhafter, es in Erwartung größerer anonymer Wasserspenden einstweilen bei dieser subtilen Drohung zu belassen.
P.S. Nominierungen werden aber trotzdem gern angenommen!

17.5.2011: Eilmeldung!!! Unsere Kumpels von der Oldie-Band Just 4 Fun, die ziemlich lange Zeit 'ne kreative Pause gemacht haben, zieht's endlich wieder auf die Bühne!

'Nach einem Jahr Bühnenabstinenz haben wir uns auf Drängen vieler Fans entschlossen, im Ottenbrucher Bahnhof einen Oldie-Abend der Spitzenklasse zu absolvieren. Lasst euch mit Titeln von den Stones, Beatles, Animals, Clapton und vielen anderen wieder in die Roaring Sixties versetzen. Wir freuen uns sehr auf euer zahlreiches Erscheinen und ein Wiedersehen mit euch!'
Ort: Ottenbrucher Bahnhof, Funckstr. 94, Wuppertal 
Termin: 04.06.2011 / 21.00 Uhr / Eintritt: 8 €

28.5.2011:
Die Redaktion meldet sich total erschöpft aus dem Urlaub zurück.