Tagebuch 06-2011


1.6.2011 (Na schön, ist gelogen; ich schreibe das hier schon am 31.5., aber wenn ich es ins Tagebuch 05-2011 einstelle, lesen die 3 kleinen Schweinchen es vermutlich nicht mehr).

Was ich zu sagen habe, hat auch nix mit Musik zu tun, sondern mit Schweinepriestern!
Also: Neuerdings macht alle Welt im Internet bei FACEBOOK rum. Mir ist völlig schleierhaft, wer oder was FACEBOOK ist, was es zu bedeuten hat  oder ob es die Welt retten kann. Eins aber weiß ich: Dieser Laden wird von LUMPEN betrieben, die undurchsichtige Ziele verfolgen. Diese Ziele werden wir vermutlich erst  verstehen, wenn wir erkennen, dass man uns über den Tisch gezogen hat. 

Jetzt zur Sache: Irgendwann bekam ich eine Email von FACEBOOK, in der stand, meine Schwester sei dort Mitglied und lüde mich ein, es ihr nachzumachen.
Ich habs nicht getan. Weil: FACEBOOK interessiert mich einen Scheiß. Außerdem habe ich zum Weihnachtsmann mehr Kontakt als zu meiner Schwester.
Wochen später kam wieder eine FACEBOOK-Email, in der stand, dass mein lieber Freund Werner Mitglied bei FACEBOOK ist. Auch er lud mich ein, es ihm gleichzutun.
Jetzt der Witz: Werner ist zwar Mitglied bei FACEBOOK, hat mich aber außer zu einer Flasche Wasser NIE zu irgendwas eingeladen. Eine Umfrage im Bekanntenkreis ergab, dass alle möglichen Leute eine solche Einladung erhalten hatten -- dass aber kein Einladender davon etwas wusste.

Was LERNT uns das? Dass die Schweinepriester, die FACEBOOK betreiben, uns alle verarschen! Vermutlich kommen sie an die Daten heran, die wir bei STAYFRIENDS.DE hinterlegt haben. Ihr Zentralrechner, der vermutlich irgendwo im CIA-Hauptquartier steht, treibt hinter dem Rücken argloser FACEBOOK-Mitglieder Schindluder mit deren Namen. Der FACEBOOK-Zentralrechner gibt sich rotzfrech als Werner aus, um mich (und andere) zu verleiten, FACEBOOK-Mitglied zu werden -- aus Gründen, die ich nicht kenne, die aber finsterer Natur sein müssen, denn wären sie es nicht, bräuchten die FACEBOOK-Betreiber nicht zu so solch dreckigen Methoden zu greifen.

Ich kann nur dringend davor warnen, auf "Einladungsmails" hereinzufallen, die FACEBOOK euch im Namen guter Freunde oder Verwandter schickt. Eure Freunde und Verwandten wissen nicht mal, was diese Schleimbeutel in ihrem Namen tun.


24.6.2011: HURRA! Bei den Krampen gibt's nach längerer Abstinenz endlich wieder jede Menge unglaublich wichtige Neuigkeiten zu vermelden!

1. Herr Blank hat ein neues Hüftgelenk!
2. Herr Freund-König hat neue Hosenträger!
3. Herr Abé hat ein neues Gitarren-Stimmgerät!
4. Herr Rotter hat ein neues Elvis-Kostüm!
5. Herr Striebe hat einen neuen Schwiegersohn!
6. Herr Hahn hat in der polnischen Zeitschrift Fantastyka einen neuen Roman veröffentlicht, der dort unter dem leicht zu merkenden Titel OPERACJA PRZESZLOSC erschienen ist. (Beweis-Foto anbei). Perry Rhodan ist grün vor Neid!



Der erste, der "Operacja Przeszlosc" akzentfrei aussprechen kann, gewinnt ein Wochenende mit Wolfgang Liverpool im Sauerlandstern!


25.6.2011: Wenn eine WupperKrampe aus der Stretch-Limousine steigt, wird sie oft von rotznasigen Gören umringt, die wissen wollen, wie eine All-Star-Band wie die unsere ihre Gigs so vorbereitet.

Eins wissen alle: Wenn das Merkel oder jemand anderes zur Feier der 1000. Volksverarsche eine Band engagiert, marschiert die nicht mal so eben in den Festsaal rein, schließt das Gitarrenkabel irgendwo an und legt mit „Honky Tonk Women“ los.
 
Ein Gig (so nennen wir Popstars ein Angaschmang) wird immer generalstabsmäßig geplant, damit unsere Performänz (früher: „Auftritt“) so gut rüberkommt, dass am Ende alle Zuschauer „Boah, ey, super!“ sagen.
 
Das Wichtigste bei der Planung ist nicht etwa unsere Bühnengarderobe, sondern die Kühle der Wasserkästen und die Erhitzung der Groupies im Backstage-Bereich (früher: „hinter der Bühne“). Dann kommt die Reihenfolge der Stücke dran, die wir bei einem Iwent spielen sollen (Iwent hieß früher „Veranstaltung“, aber das sagen nur noch Rechtspopulisten). Bevor der Lordnotenbewahrer vom Liedfindungsausschuss den Auftrag erhält, eine Liste der zu spielenden Stücke zu erstellen, müssen die Musikanten sich über die Lieder einigen, die während des Gigs zur Performänz gelangen sollen.
 
Dies ist ein langwieriger Prozess, weil: In jeder Band gibt es Eitle Gecken (EGs), die mit den Titeln glänzen wollen, die sie selbst singen. Kluge EGs machen sich die Nicht Eitlen Gecken (NEGs) in der Band geneigt, indem sie ihnen auf beliebig vielen Orchesterproben Kästen voller Wasserflaschen spendieren. Manche Bandmitglieder wollen den einen oder anderen Song wiederum nur ungern spielen, weil sie ihn nicht fehlerlos schrappen können und befürchten, sie könnten die Nummer versieben und die Band blamieren. Wieder andere Musikanten wollen bestimmte Stücke nicht spielen, weil sie sie doof finden.
 
Irgendwann, nach diversen Rangeleien und dem Austausch von Verbalinjurien hat man sich aber auf 40 Stücke geeinigt. Dann legt man ihre Reihenfolge fest. Auch das ist sehr schwierig, weil man natürlich berücksichtigen muss, dass die zahlreichen Multiinstrumentalisten unserer Band zwischen den Songs schon mal die Plätze tauschen müssen. Dies erzeugt unter Umständen störende Pausen, die den tanzwütigen Teil des Publikums und Herrn Rotter vergrätzen, der gern schnell anzählt und mit seinen Stöckskes klackert: "A-one, A-Two, A-Three..." Und so weiter. Wenn Herr Striebe z.B. bei „Jailhouse Rock“ den Tröter macht, muss man halt wissen, dass er wieder zu Puste kommen muss, bevor er bei „Mustang Sally“ als Leadsänger Wilson Pickett und diverse andere Luschen auf die Plätze verweist.
 
Wenn die Reihenfolge steht, legt der Lordnotenbewahrer eine Datei an, die er an alle Musikanten schickt. Dabei schleichen sich natürlich auch mal Tippfehler in die Liste ein, die dann zu hübschen Resultaten führen: Zum Beispiel dann, wenn auf Herrn Abés Liste steht, er soll „Kom van dat Dak af“ in D-Dur spielen, während alle anderen volle Kanne in F-Dur lospöhlen.  Dös is a Gaudi!
 
Zum Glück kommt es nur selten zu solchen Peinlichkeiten.
 
Viel öfter kommt es vor, dass sich aufgrund einer spontanen Eingebung unseres Drummers allen Liedfindungsausschusssitzungen zum Trotz kein Schwanz mehr an die Reihenfolge halten kann, weil wir einfach dat spielen, wat ihm gefällt. Oder auch Herrn Striebe.


27.6.2011: Weisheit des Tages:
"Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf darüber abstimmen, was es zum Mittagessen gibt."


30.6.2001: Kürzlich bequengelte unser Fän Olaf aus Wermelskirchen, dass die Einladungen, die wir vor unseren Auftritten verschicken, ihn immer so verfl. spät erreichen, nämlich ca. eine Woche vor dem Termin, sodass er immer Schwierigkeiten hätte, die Sache mit seinem Terminkalender in Einklang zu bringen.

Aufgrund seiner Tätigkeit als freiberuflicher Taschendieb steht Olaf ja mit den Großen dieser Welt auf du und du. Deswegen passiert es schon mal, dass er lieber zu einer popeligen Fürstenhochzeit nach Monaco geht statt zu einem Krampen-Gig.

Damit dies diesmal nicht vorkommt, wird der nächste Krampen-Auftritt nicht nur in der Rubrik 
Termine erwähnt, sondern auch hier: Merket auf, liebe Fänz! Wir geben am 16.7.2011 um 20.00 Uhr ein Concerto mit Gebläse, und zwar im Restaurant "Alter Kaiser", an der Vohwinkeler Straße 25, in Wuppertal-Vohwinkel. Das ist sauleicht zu finden, weil es eben genau gegenüber dem Schwebebahnhof Vohwinkel liegt, also an der Endstation! Helmut us Kölle und die anderen rheinisch-westfälischen Frohnaturen, die die Krampen-Konzerte schon mal nutzen, um bei uns im Tal einen zu heben, finden das Lokal auch ohne Auto problemlos, weil sie mit der Eisenbahn hinfahren und in Wuppertal-Vohwinkel aussteigen können. Vom Bahnhof aus sind dat höchstens 5 Minütchen zu Fuß!

So, jetzt wisst ihr alle Bescheid. Unser unbezahlbarer Herr Rotter hat zum Anlass unseres Auftritts in dankenswerter Weise auch ein Plakat gestaltet. Leider bin ich derzeit noch zu blöd, um zu wissen, wie man es hier einbinden könnte.