Tagebuch 01-2012


25.1.2012: Liebe Güte, der Monat ist schon fast rum, und der Operateur hat noch immer keine Zeile hier rein geschrieben! Wieso? Warum? Nix passiert im Januar? Faulheit? Krankheit? Dekadenz? Sechs Richtige im Lotto gehabt?

Die Wahrheit ist: Der Operateur wird z.Zt. von Arbeit gebeutelt, die ja bekanntlich immer nur dann in Massen auftritt, wenn man mit weniger auch zufrieden wäre. Erwähnenswert ist aber unser  Konzert vom 6.1.2012 im schmalen Sessionraum unserer Freunde von der Band Talwärts aufm Ölberg in Elberfeld. Obwohl der Kalender den Januar anzeigte, der in meiner unmaßgeblichen Erinnerung zum Winter gehört, herrschten in der Lokalität locker 30 Grad Celsius. Könnte sein, dass es damit zu tun hatte, dass der Laden schon 10 Min. nach Einlass und Gesichtskontrolle rammelvoll war und es auch bis 2.00 Uhr in der Nacht blieb. Menschen erzeugen ja bekanntlich Wärme, und herzliche Menschen erzeugen eben noch mehr. Was man positiv sehen muss. Mein alter Herr sagte immer: "Wo man singt, dass lass dich ruhig nieder: Böse Menschen haben kein Klavier."

Darüber hinaus hatten wir noch einen Grund zur Freude: Bekanntlich muss die deutsche  Bullizei ja immer aktiv werden, sobald ein Nörgelpitter aus der Nachbarschaft sich von Musik belästigt fühlt. Nachdem dies bei unserem vorletzten Auftritt wieder der Fall war, durften wir diesmal auch  jenen Teil unseres Repertoires zur Aufführung bringen, der oft dem Nörgelpitterschutzgesetz zum Opfer fällt.

Darüber hinaus haben wir auch jede Menge nette Menschen an die Brust gedrückt, die wir längere Zeit nicht gesehen hatten. Und manche neue nette Menschen kennen gelernt. Möge es auch in Zukunft immer so sein.


28.1.2012: Also, den hier muss ich jetzt unbedingt los werden!

Freitagabend aufm Ölberg. Ein junger Eisenbieger ist mit seinem Auto unterwegs und sucht einen Parkplatz. Nachdem er dreimal erfolglos um die gleichen sieben Häuserblocks gefahren ist, denkt er sich Schaden kannet ja nit und murmelt: "Lieber Gott, ich bete ja nie und geh auch nie in die Kirche. Aber wennet dich wirklich gibt, dann zeig mir jetzt 'ne Parklücke, dann glaube ich an dich und geh bis zum Ende meines Lebens jeden Sonntag in die Kirche!"
ZACK, sieht er eine Parklücke.
Und er sagt: "Ach, hat sich erledigt! Ich hab schon eine gefunden!"